Mit 4:1 noch gut bedient

Mutschellen verliert beim frischgebackenen Leader Klingnau diskussionslos mit 4:1. Nach einem ansehnlichen Beginn der Gäste lenkt Klingnau das Spiel dank eines frühen Tors in die gewünschten Bahnen. Schliesslich könnte das Resultat deutlicher ausfallen.

Trainer Luca Iodice versuchte es im Spiel gegen das Spitzenteam Klingnau mit einem klassischen 4-4-2. Schon eine Woche zuvor hatte er das Spielsystem umgestellt. Damals konnte man mit einer Dreierabwehr in Küttigen immerhin einen Punkt einheimsen.

An diesem herbstlichen Abend in Klingnau wäre aber wohl auch jedes beliebige andere Spielsystem nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Der Gegner war schlicht zu stark und zu abgeklärt, als dass das sichtlich verunsicherte Mutschellen hätte dagegenhalten können. Dabei war der Beginn noch recht ansprechend. Die Freiämter versuchten, das Spieldiktat an sich zu reissen und in der Offensive Nadelstiche zu setzen. Tatsächlich zappelte der Ball nach wenigen Zeigerumdrehungen auch im Netz der Gastgeber. Nach einem schönen Spielzug über Leandro Rizzo, dem besten Mutscheller an diesem Abend, und Denisson Souza stocherte Janick Seiler den Ball über die Torlinie. Der Treffer wurde jedoch wegen Abseits aberkannt.

So war es kurze Zeit später der Favorit, der den mutigen Beginn der Iodice-Elf brach. Mit einem platzierten Freistossgeschoss aus zwanzig Metern bezwang Marjan Jelec Torhüter Dominic Haldemann zum 1:0. Mutschellen verlor in der Folge die Spielsicherheit etwas, blieb aber nach wie vor gefährlich. Nach einem zügigen Angriff bereitete Leandro Rizzo für Denisson Souza vor. Dieser scheiterte zunächst am glänzend reagierenden Heim-Torhüter Süess, bevor Gianni Bellisario zum 1:1-Ausgleich abstauben konnte.

Die Freude aus Sicht der Gäste währte nur kurz. Bryan Sleiman stiess an der Grundlinie auf viel zu wenig Gegenwehr. Er konnte den Ball in die Mitte spedieren, wo Andrej Kapetanovic bereit stand und nur noch zum 2:1 einschieben musste. Die Gastgeber blieben in der Folge die bessere und stilsicherere Mannschaft. Mutschellen jedoch hatte weiterhin seine gefährlichen Aktionen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde bot sich Denisson Souza zweimal nacheinander die Möglichkeit, den neuerlichen Ausgleich zu erzielen. Er verfehlte jedoch das Tor beide Male knapp.

Während Mutschellen in der ersten Halbzeit noch gute Gegenwehr bot, war es im zweiten Umgang chancenlos. Klingnau war nun die deutlich bessere Mannschaft und baute das Skore folgerichtig aus. Nach knapp einer Stunde erzielte Andrej Kapetanovic seinen zweiten persönlichen Treffer zum 3:1, ehe etwas mehr als zehn Minuten vor dem Ende Luca Spina alles klarmachte und zum 4:1-Endstand einnetzte. Aufgrund der Geschehnisse in der zweiten Halbzeit war die Burki-Elf mit dem Resultat noch gut bedient. Hätte Klingnau das Zielwasser besser eingestellt und hätte Torhüter Dominic Haldemann nicht zahlreiche Möglichkeiten entschärft, das Verdikt wäre wohl deutlich höher ausgefallen.

Am kommenden Samstag, 5. Oktober 2024, kommt es zu einem Heimspiel. Es wird erst das zweite in der laufenden Saison sein. Zu Gast auf der Burkertsmatt wird der FC Lenzburg sein. Anpfiff ist um 18.15 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

FC Klingnau – FC Mutschellen 4:1 (2:2)

Klingnau. – 50 Zuschauer. – SR: Morina. – Tore: 11. Jelec 1:0, 22. Bellisario 1:1, 24. Kapetanovic 2:1, 57. Kapetanovic 3:1, 77. Spina 4:1.

Mutschellen: Haldemann; Giampa, Can (62. M. Iloski), Thoma, Reshani (76. Montero); Rizzo (64. Kälin), Bocchicchio, Stojkovski, Bellisario; Souza, Seiler (64. Merendino).

Klingnau: Süess; Maksimovic, Mrkonja, K. Sleiman, Jelec (75. Soki); Halili, Stevic (71. Matthes), Branco; Spina (79. Karadeniz), Kapetanovic (83. Kramer), B. Sleiman.

Bemerkungen: Mutschellen ohne Pfyl, Sforza, Nascimento, Beha, K. Iloski, Bochicchio, Kempter, Palladini. – Verwarnungen: 27. Reshani, 39. Stevic, 62. Stojkovski, 70. Merendino (alle Foul).